Forschung

Forschung HanseGrand

Unsere Forschungsprojekte

Die Natur ist uns wichtig und jeder Quadratmeter entsiegelte Fläche zählt. Deshalb kooperiert unsere hauseigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit Universitäten, Hochschulen, Bundesministerien und Unternehmen, um im Wegebau stets am Puls der Zeit zu sein. In unserem Forschungslabor suchen wir ständig nach neuen Lösungen und entwickeln unsere Klimabaustoffe stetig weiter für immer mehr Einsatzgebiete.

 

Seit 2014 würdigt der Stifterverband forschende Unternehmen für ihre besondere Verantwortung, die sie für Staat und Gesellschaft übernehmen, mit dem Siegel "Innovativ durch Forschung". Wir sehen dieses Siegel als Wertschätzung unserer Forschungsarbeit und freuen uns, dass wir es tragen dürfen.

 

Konkret sind wir zurzeit an fünf großen Forschungsprojekten beteiligt.

 

 

 

Forschungsprojekt: Hanseklima

HanseGrand Klimabaustoffe entwickelt ein Klimaanpassungskonzept

Klimawandel

Die Folgen des Klimawandels stellen unser Unternehmen vor große Herausforderungen. Zum Beispiel hat die Zunahme von Extremwetterereignissen Auswirkungen auf unser Produktportfolio. Insgesamt stehen wir erst am Anfang der Entwicklung klimaadaptierter Baustoffe im Straßen-, Wege-, Städte- und Wasserbau. Es ist zunehmend festzustellen, dass diese Baustoffe immer mehr nachgefragt werden. Somit ist  das mögliche Marktpotenzial für uns ein erster wichtiger Indikator, der die Notwendigkeit eines umfassenden unternehmerischen Klimaanpassungskonzeptes hervorhebt, um entlang der gesamten Wertschöpfungskette Verwundbarkeiten zu identifizieren und unternehmerische Chancen des Klimawandels herauszustellen.

Ziele des Vorhabens

Ziel des Vorhabens ist es, auf Basis einer Verwundbarkeitsanalyse die bisherigen Wertschöpfungsprozesse auf ihren Klimaanpassungsbedarf hin zu überprüfen und die vielfältigen Aktivitäten systematischer in die Unternehmensstrategie zu integrieren. Dabei sollen im Klimaanpassungskonzept kurzfristig umsetzbare Maßnahmen identifiziert sowie mögliche langfristige Entwicklungen abgeschätzt und verschiedene Handlungspfade in das Konzept eingebunden werden. Zum Abschluss wird eine Publikation des Vorhabensergebnisses mit Schwerpunkten veröffentlicht.

Projektträger und Förderung

 

Webseiten Forschungsprojekte

Ihre Ansprechpartner

Dr. Eleonora Flores Ramirez
Leiterin Forschung und Entwicklung

T +49 162 8923 361
E e.flores@hansegrand.de

Olaf Schliebe
Leiter Projekte

T +49 341 91 148 80
T +49 170 90 455 70
olaf.schliebe@t-online.de

Hanseklima in Kooperation mit

Forschungsprojekt: RasenTex

Entwicklung neuartiger Vegetationstragschichtsysteme für Rasenflächen zur Intensivnutzung aus regional verfügbaren, nachhaltigen Substratkomponenten

Ziel des Vorhabens

Die Entwicklung eines Baukastensystems für naturbelassene, multifunktionelle Vegetationstragschichten für Rasenflächen aus nachhaltigen, möglichst regional verfügbaren Substratkomponenten.

Die Projektpartner streben folgende Verbesserungen für übliche Sportrasenflächen an:

  • Mindestfunktionsdauer der kapillarbildenden Textilstruktur im Boden ≥ 1 Jahr
  • Steigerung der Wasserspeicherkapazität + 20 % im Vergleich zu DIN 18035-4:2012
  • Verbesserung der Scherfestigkeit + 20…30 % im Vergleich zu DIN 18035-4:2012
  • Verlängerung der jährlichen Nutzungsdauer + 20 % im Vergleich zu nach DIN 18035-4:2012 ausgeführten Sportrasenflächen
  • Senkung der Pflege- bzw. Erhaltungskosten - 20 % im Vergleich zu ähnlich intensiv nutzbaren Sportrasenflächen

Mehr Details finden Sie unter www.rasentex.de

Projektträger und Förderung

RasenTex in Kooperation mit

Forschungsprojekt: BikeLane

Entwicklung eines dränfähigen (offenporigen) Radweges mit gebundener, glatter, scherfester Oberfläche, mit einem hohen Anteil (bis zu 100 %) ressourceneffizienter Reststoffe bzw. nachwachsender Rohstoffe.

Ziel des Vorhabens

Das Projektziel ist die Entwicklung eines nicht versiegelnden, gebundenen Radweg-Gesamtsystems aus innovativen Substitutionswerkstoffen, wie Abprodukten und nachwachsenden Rohstoffen. Das System basiert auf halbgebundenen Wegen, deren Oberflächenscherfestigkeit und Lagestabilität durch Konditionierung der geplanten Materialien extrem verstärkt werden soll bei trotzdem hoher Wasserdurchlässigkeit.

Die angestrebten technischen Funktionalitäten sollen die Parameterwerte von Asphalt-Radwegen hinsichtlich Stabilität und Griffigkeit erreichen, und eine deutlich höhere Wasserdurchlässigkeit als halbgebundene Wegedecken erzielen.

Die Funktionalitäten sollen bei durchschnittlichen, mitteleuropäischen Witterungsbedingungen gewährleistet sein sowie für die Belastung mit ca. 2000 Rad-, Rollstuhl- oder Kinderwagenfahrer pro Tag in Anlehnung an die Forderung des BMWi für Radschnellwege.

Dazu gehören nachfolgende Parameter:

  • Griffigkeit R10-R11
  • Wasserdurchlässigkeit Kf ≥ 36 mm/h (Deckschicht), > 36 mm/h (dynamische Schicht)
  • (Starkniederschlag soll schnell abgeführt werden)
  • Hohlraum- bzw. wasserleitendes Volumen der Deckschicht 15-30 %,
  • Abweichung in der Ebenheit ≤ 10 mm/4 laufende m
  • Belastungsklasse BK1,8
  • Witterungsbeständigkeit
    - Hitzebeständig > 80 °C
    - Frostbeständig bis -20 °C
    - UV-beständig
    - Tausalzbeständig
    - Tragfähigkeit 100 kN

Mehr Details finden Sie unter BikeLane

Projektträger und Förderung

BikeLane in Kooperation mit

Forschungsprojekt: Road Upgrade

Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur Ertüchtigung von Gravel Roads unter Verwendung von vorhandenen Materialien und Zusatzmitteln auf natürlicher Basis sowie dem Einsatz einer innovativen Einbautechnologie.

Ziel des Vorhabens

Entwicklung von vorkonfektionierten Compoundsystemen mit hydrophobierender Wirkung auf der Basis von natürlichen Wachsen sowie in der Industrie anfallenden Reststoffen und einem innovativen Einbauverfahren zur Stabilisierung und Erhöhung der Dauerhaftigkeit von Schotterstraßen in Kanada.

Für das Gesamtprojekt sollen unter Verwendung von natürlichen Wachsen sowie Reststoffen aus der Industrie und Applikation einer Stabilisierung von vorhandenen Schotterstraßen durch konfektionierte Compoundsysteme die erforderlichen Funktionalitäten für Erdbauwerke angestrebt werden.

Projektziele

Durch den Einsatz des innovativen Compoundsystems auf Basis von natürlichen Rohstoffen und dem Einsatz der innovativen Verarbeitungstechnologie sollen die vorhandene Schotterfläche so aufgebreitet werden, dass der Erneuerungszeitraum z. B. von 5 auf 9 Jahre hochgesetzt werden kann.

Die wichtigsten Parameter sind:

  • kurze Ausführungszeit (schnelle Wiederzuführung der Flächen in die Nutzung),
  • Verringerung des Kostenaufwandes zur Reaktivierung der Schotterstraßen,
  • hohe Tragfähigkeit,
  • schnelle Abbindung des stabilisierten Schotters,
  • Wiederverwendung des vorhandenen Schotters - kein Austausch oder Deponierung,
  • Frostbeständigkeit auch bei Temperaturen unter – 40 °C,
  • keine Umweltbelastung,
  • Reduzierung von Deponie- und Entsorgungskosten,
  • hohe Beständigkeit und Dauerhaftigkeit,
  • Bindung von Schadstoffen vor Ort – Stabilisierung und Immobilisierung,
  • geringe Wasserdurchlässigkeit,
  • gleichbleibende Oberflächenrauigkeit,
  • Einsatz von natürlichen Bindemitteln, durch Extraktion von Mineralien und Silikaten aus Pflanzen.

Mehr Details finden Sie unter Road Upgrade

Projektträger und Förderung

 

Road Upgrade in Kooperation mit

Forschungsprojekt: REALight

ReMin - Verbundvorhaben: REALight - Leichtgranulate und REA-Gips aus Bau- und Abbruchabfällen und industriellen Nebenprodukten

Ziel des Vorhabens

Entwicklung einer Referenzanlage zur Herstellung von Leichtgranulaten aus mineralischen Bau- und Abbruchabfällen unter Erweiterung der Technologien zur Nutzung weiterer
Einsatzstoffe und zur Gipsrückgewinnung.

Als Rohstoffe sollen bisher ungenutzte oder auf niedrigem Niveau eingesetzte Bau- und Abbruchabfälle eingesetzt werden. Um die Rohstoffbasis zu verbreitern, sollen in einem Rohstoffassessment andere
Abfälle auf ihre Eignung untersucht werden.

Als Produkte werden leichte Gesteinskörnungen (LWA) hergestellt. Die Sulfatabtrennung durch eine thermische Zersetzung bildet die Grundlage für die zusätzliche Gewinnung von Rauchgasentschwefelungs-Gips (REA-Gips).

Das Projekt soll im Kontext der Kreislaufschließung für Baustoffe und knapper Ressourcen ein Wegweiser für das Baustoffrecycling sein.

Projektträger und Förderung

 

REALight in Kooperation mit