HanseGrand® Radwege

Radweg ohne Wurzelaufbrüche

Entsiegelt und halbgebunden

Radwege ohne Wurzelaufbrüche

Wurzelaufbrüche gehören zu den größten Herausforderungen für Radwege. Sie führen zu Unebenheiten, Rissen und Bodenwellen, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen und hohe Reparaturkosten nach sich ziehen.

Besonders häufig entstehen sie durch versiegelte Flächen: Unter dem Asphalt sammelt sich Wasser, während der natürliche Luftaustausch im Boden eingeschränkt ist. Die Wurzeln wachsen daraufhin gezielt nach oben, bis sie die Oberfläche durchbrechen.

Die Lösung sind Wegedecken in dreilagiger, quasi „halbgebundener“ Bauweise. Aufgrund ihrer wasser- und luftdurchlässigen Struktur werden darunterliegende Baumwurzeln sehr gut mit Feuchtigkeit und vor allem mit Sauerstoff versorgt. So entsteht ein gesundes Bodenklima, in dem die Wurzeln nach unten wachsen und Wurzelaufbrüche vermieden werden.

Straßenbegleitender Radweg bei Niebüll

Kühleres Mikroklima

Drei-Schicht-Bauweise

HanseGrand® Radwege bestehen in der Regel aus drei Schichten: der Tragschicht, der dynamischen Schicht HanseMineral® und einer Deckschicht vom Typ HanseGrand® BikeLane oder HanseGrand® Robust. Dabei kann die Deckschicht je nach Region farblich und in der Körnung (0/5–0/16 mm) angepasst werden.

Bei dieser Bauweise übernimmt die dynamische Schicht Aufgaben ähnlich einer Binderschicht in Asphaltaufbauten: Sie sorgt für gleichmäßige Lastverteilung und ein homogenes Auflager.

Darüber hinaus leitet sie Regenwasser zuverlässig ab, sodass die Deckschicht nach jedem Schauer schnell trocknet. Bei Hitze transportieren feine Kapillaren das gespeicherte Wasser wieder an die Oberfläche. Dadurch heizt sich die Wegedecke nicht stark auf, sondern gibt Kühle durch Verdunstung ab und die Oberfläche bleibt nahezu staubfrei.

Die Radfahrer profitieren so von einem angenehmeren Mikroklima auf dem Radweg.

Jeder Radweg ist einzigartig. Sprechen Sie uns an. Gemeinsam entwickeln wir die optimale Lösung, auf die Sie sich verlassen können.

Passen zur blau-grünen Infrastruktur

HanseGrand® Radwege

Wasserdurchlässig

Durch die genau justierte Kornabstufung sind die HanseGrand® Deckschichten dauerhaft wasser- und auch luftdurchlässig. Die Wege bleiben offenporig, eine Versiegelung wird vermieden.

Wasserspeichernd

Die dynamische Schicht HanseMineral® hält einen Teil des Regenwassers in den Hohlräumen der Belagsschichten zurück, der bei Sonneneinstrahlung verdunsten kann. 

Langlebig

Eine Langzeitprüfung zeigt, dass Radwege mit hochwertigem Material sowie dem richtigen Wegeaufbau und Querprofil dauerhaft hohe Wasserdurchlässigkeit und Langlebigkeit bieten.

Ressourcenschonend

Reduzierte Wegeaufbauten und der mögliche Einsatz von Recyclingmaterialien sparen Ressourcen. Beim Rückbau gebundener Decken kann beispielsweise abgefräster Asphalt als Tragschicht wiederverwendet werden

CO2 einsparend

Die Ökobilanz zeigt, dass der Einsatz von HanseGrand® Klimabaustoffen anstelle von Asphalt und Beton 60–80 % CO₂ einsparen kann. Sie unterstreicht damit, wie umweltfreundlich die Bauweise mit Klimabaustoffen ist.

Farblich variabel

Da die Rohstoffe in regionalen Produktionsstätten gemischt werden, fügen sich die Wegedecken in Gesteinstyp und Farbton harmonisch in ihre Umgebung ein. Die Farbauswahl ist groß, geringe Farbabweichungen sind möglich.

Schicht für Schicht

Aufbau im Detail

Speziell für Radwege

Deckschichten

Durch die besonders druckstabile Kornstruktur, gemischt aus genau abgestimmten Edelsplitten, speziellen Sanden und Bindemineralen, entsteht eine sehr nutzungs- und witterungsstabile Oberfläche.

Zusätzlich unterstützen natürliche, nicht-aushärtende Bindemittel die Festigkeit der Deckschicht, verbessern die Roll-Eigenschaften und lassen den Belag dennoch reversibel und bearbeitbar bleiben. Je nach Nutzung kann ein leicht rolliges Oberkorn entstehen, wie es typisch für diese natürlichen Bauweisen ist.

Aufgrund dieser Eigenschaften sind HanseGrand® Radwege auch für Wege mit seitlichem Baumbestand ideal. Denn es können keine Risse oder Wurzelaufbrüche entstehen. Im Gegenteil: Wegen der luft- und wasserdurchlässigen Bedingungen haben die Wurzeln in der Regel keinen Anlass, nach oben zu drücken.

Somit ist die Verkehrssicherung des Radwegs in diesem Punkt deutlich leichter einzuhalten als bei Asphaltwegen mit Wurzeldruck-Problemen.

Hybrid-Radweg mit HanseGrand Robust

Schwammstadt-Element

Hybrid-Radweg

Um Teil der Schwammstadt zu sein, dürfen Radwege Regenwasser nicht einfach in die Kanalisation ableiten, sondern müssen es lokal aufnehmen, speichern, versickern lassen oder verdunsten. So werden sie  zu einem Bestandteil der blau-grünen Infrastruktur, die Städte klimaresilienter macht.

Klassische Asphalt- oder Pflasterflächen erfüllen diese Anforderungen in der Regel nicht. Besonders an  Stellen mit seitlichem Baumbestand entstehen bei versiegelten Flächen häufig Wurzelaufbrüche.Hier setzen Hybrid-Radwege an: sie ergänzen asphaltierte Wege gezielt durch wassergebundene Deckschichten, die mit natürlichen Bindemitteln verstärkt werden können.  

HanseGrand® Radwege können versiegelte Radwege so gezielt aufwerten und schrittweise in Richtung Schwammstadt weiterentwickeln, ohne vollständigen Rückbau, aber mit spürbarer Verbesserung für Klima, Bäume und Infrastruktur.

Speziell bei freiliegenden Wurzeln

HanseGrand Patentweg®

Lütenmark-Radwegsanierung-Einbau HanseMineral auf Patentweg

Beeinträchtigen freiliegende Wurzeln den Radweg, dann bietet der HanseGrand Patentweg® eine ideale  Lösung. Als wasserdurchlässiges Geotextil wird er ohne Eingriff in den Untergrund direkt auf der bestehenden Fläche aufgebaut und schützt so die empfindlichen Wurzelbereiche.

Die Umsetzung ist schnell, kostengünstig und langlebig. Gleichzeitig bleibt der Weg wasserdurchlässig, barrierefrei und umweltfreundlich. Dank des flexiblen Systems lassen sich auch Kurven und Kreuzungen einfach realisieren.

Probenentnahme der Deckschicht und der dynamischen Schicht

Langzeituntersuchung

Wasserdurchlässigkeit

Im April 2025 wurde der dreilagige Radweg zwischen Rumohr und Schierensee untersucht, der 2019  mit einer dynamischen Zwischenschicht HanseMineral® und einer Stabilizer mixed HanseGrand®-Deckschicht eingebaut wurde. Ziel war die Überprüfung der langfristigen Wasserdurchlässigkeit unter realer Verkehrsbelastung.

Die im Labor gemäß DIN 18130-1 und DIN EN ISO 17892-11 ermittelte Durchlässigkeit (kf = 6,5 · 10⁻⁶ m/s) liegt rund 6,5-fach über dem Anforderungswert der FLL-Empfehlungen für wassergebundene Wege. Feldversuche bestätigten die hohe Versickerungsleistung; auch die Scherfestigkeit übertraf die Mindestanforderungen.

Ergebnis: Bei fachgerechtem Aufbau bleibt die Wasserdurchlässigkeit mineralisch gebundener Radwege langfristig erhalten und erfüllt dauerhaft die Anforderungen an Stabilität und Entwässerung.

Erfolgreich umgesetzt

Praxisbeispiele

Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken. Für redaktionelle Inhalte sowie für Architekten & Planer freigegeben. (Bildnachweis: HanseGrand)

FAQ

Möchten Sie mehr über HanseGrand® Radwege erfahren? In unseren FAQs finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um diese spezielle Wegedecke.

Wurzelaufbrüche entstehen häufig bei versiegelten Flächen. Eine Entsiegelung mit wasserdurchlässigen, mineralischen Deckschichten lässt Luft und Wasser in den Boden und verhindert, dass die Wurzeln weiterhin nach oben wachsen.

Ja, bei hochwertigem Material und fachgerechtem Aufbau erreichen wassergebundene Deckschichten dauerhaft hohe Durchlässigkeitswerte. Entscheidend sind die abgestimmte Kornstruktur sowie ein funktionierendes Querprofil.

Ja, denn rein mineralische Deckschichten kommen ohne bituminöse Bindemittel aus. Sie sind reversibel, teilentsiegelnd und ermöglichen natürliche Bodenfunktionen wie Luft- und Wasseraustausch.

Ja, HanseGrand® Wegedecken lassen Regenwasser sofort versickern und speichern einen Teil des Wassers in der dynamischen Zwischenschicht. Bei Sonneneinstrahlung verdunstet dieses Wasser, kühlt die Oberfläche und sorgt für ein angenehmes Mikroklima.

Im Rahmen der Schwammstadt sollen Flächen Regenwasser aufnehmen, speichern oder versickern lassen. Wasserdurchlässige Radwege können versiegelte Bereiche gezielt ergänzen oder ersetzen und so Teil einer blau-grünen Infrastruktur werden.

Ein Hybrid-Radweg kombiniert versiegelte Flächen mit wassergebundenen Deckschichten, die Regenwasser versickern lassen und in Baumbereichen Wurzelaufbrüche verhindern.